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Pastoren und Mitarbeiter

Für die Gemeinden der (Ober-)Lausitz sind derzeit 4 Pastoren und ein Sozialarbeiter tätig. Im Folgenden werden sie kurz vorgestellt.

Pastor Stefan Gelke

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Du bist Pastor in der Lausitz. Wie geht es Dir hier?

1999 sind wir mit unserer großen Familie (wir hatten bis dahin 6 Jungs) vom Erzgebirge in die Lausitz gekommen. Ehrlich gesagt, konnte ich mit der Lausitz recht wenig anfangen, dafür aber mit Schlesien. Mein Vater stammt aus dem Waldenburger Revier, wo mein Großvater in der Steinkohlegrube arbeitete. Der Umzug vom Erzgebirge in die Lausitz viel uns schwer, aber weil wir hier mit offenen Armen freundlicher Menschen empfangen wurden, fühlen wir uns schon lange heimisch. Und seit unsere Tochter(!) 2007 hier geboren ist, sind wir mit unserer neuen Heimat so verwurzelt, dass wir es uns nicht vorstellen können, von hier wieder weg zu gehen.

Wie und vor allem warum bist Du eigentlich Pastor geworden?

Ich bin in einer Pastorenfamilie groß geworden und eigentlich wollte ich nie Pastor werden. Ich lernte darum Heizungsinstallateur, was zu DDR-Zeiten ein ganz begehrter Beruf war, denn man konnte gut nebenher Geld verdienen. Aber ich wollte mich auch für meine Kirchgemeinde engagieren und so ging ich zu einem einjährigen Diakonlehrgang auf das Theologische Seminar Friedensau. Dort nahm ich auch an vielen Vorlesungen im Bereich der Theologie teil und entschied mich, länger zu bleiben. Ich blieb so lange, dass ich plötzlich mein Theologiediplom in der Tasche hatte. Meine Frau und ich entschieden uns, es mit dem Gemeindedienst zu versuchen, auch wenn wir uns nicht sicher waren, ob das wirklich unser Weg ist. Mit der Wende 1989 boten sich plötzlich neue ungeahnte Möglichkeiten. Zusammen mit einem Freund bekamen wir die Möglichkeit, eine Autowerkstatt zu übernehmen. Autos basteln war zu DDR-Zeiten meine heimliche Liebe gewesen. Was sollten wir machen? Wir fragten Gott und baten ihn um ein Zeichen. Die Antwort kam prompt. Mein Freund bekam eine absolut sichere und gut bezahlte Anstellung bei einer Bank, die er dankend annahm in unsicheren Zeiten. Allein wollten und konnten wir es nicht riskieren. Und dann war es uns ganz klar: Gott möchte uns nicht gebrauchen, um neue Autos zu verkaufen und kaputte zu reparieren, sondern um noch vielen Menschen neues und heiles Leben nahe zu bringen.

Was ist Dir in Deiner Arbeit besonders wichtig? Was willst Du in Deinen Gemeinden bzw. in der Lausitz erreichen?

Seit dieser Entscheidung träumen und arbeiten wir für eine Gemeinde, in der Menschen ein Zuhause finden, wo man wie in einer Familie füreinander da ist, Freud und Leid miteinander teilt. Das gelingt nur, wenn jeder in der Gemeinde mitdenkt und mitarbeitet. Jeder ist von Gott in besonderer Weise begabt, darum wird jeder gebraucht. Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch eine solche "Gemeindefamilie" braucht und Gott hat ein großes Herz und wünscht sich noch viele Kinder in seiner Familie. Darum soll Gemeinde offen sein für jeden, einladend, herzlich. Und dabei sind wir in meinen Gemeinden noch lange nicht am Ziel, aber wir sind auf einem guten Weg.


Kontakt:

Stefan Gelke
Lutherplatz 4
02826 Görlitz
(03581) 40 28 88
stefan.gelke@adventisten.de

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